4 von 10 Bescheiden sind zumindest teilweise rechtswidirg!

Wir hören immer wieder, dass viele Bezieher von Hartz 4 Leistungen der Ansicht sind, dass man gegen das Jobcenter nicht ankommen kann. Deshalb lohne es sich nicht gegen deren Entscheidungen vorzugehen.

Diese Annahme ist falsch!

Dies lässt sich auch anhand von der Bundesagentur für Arbeit veröffentlichten Statistiken nachweisen. Danach wurden im Februar 2020 bundesweit bei 40,03 % und in Nordrhein-Westfalen (NRW) bei 40,41 % der abgeschlossenen Klageverfahren die angegriffenen Bescheide zumindest teilweise zugunsten der Bezieher von Hartz 4 abgeändert. Mit anderen Worten:

4 von 10 Bescheiden bedurften einer Korrektur, die durch die Mitwirkung der Sozialgerichte erreicht wurde. Demnach enthielt mindestens jeder dritte Bescheid Fehler zulasten der Bezieher von Hartz 4.

Allerdings gehen nur sehr wenige Bezieher von Hartz 4 gegen Ihre Bescheide vor. Das es sich häufig lohnt, die Bescheide der Jobcenter überprüfen zu lassen und dass nur verhältnismäßig wenig Bedarfsgemeinschaften diese Chance nutzen, zeigen die folgenden Zahlen:

Anzahl der Bedarfsgemeinschaften im Februar 2020
● Bundesweit: 2.800.937
● Kreis Unna: 17.680

Neue Widersprüche im Februar 2020
● Bundesweit: 41.749
● Kreis Unna: 271

Zumindest teilweise erfolgreiche Widersprüche im Februar 2020
● Bundesweit: 45,85 %
● Kreis Unna: 42,34 %

Neue Klagen im Februar 2020
● Bundesweit: 7.183
● Kreis Unna: 78

Zumindest teilweise erfolgreiche Klagen im Februar 2020
● Bundesweit: 40,03 %
● Kreis Unna: Unbekannt (wie bei allen Jobcentern!)
● NRW: 40,41 %

Die Chancen gegen Entscheidungen der Jobcenter erfolgreich vorzugehen sind also ziemlich groß. Kommen Sie zu uns und wir finden für Sie heraus, ob es sich lohnt gegen die Ihnen bekannt gegebenen Bescheide vorzugehen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.