Die Krankenkasse muss nicht die Kosten für Raucherentwöhnungsmittel wie „Nicotinell“ übernehmen

Die gesetzlichen Krankenkassen müssen nicht für die Kosten aller verschreibungspflichtigen Medikamente aufkommen. Dies hat das Bundessozialgericht in einer Entscheidung vom 28. Mai 2019 (B 1 KR 25/18 R) erneut betont. Zu den verschreibungspflichtigen Medikamenten, die vom Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherungen ausgeschlossen sind, gehören solche Arzneimittel, bei denen hauptsächlich die Erhöhung der Lebensqualität im Vordergrund steht. Dazu gehören aus Sicht des Bundessozialgerichts z.B. Potenzsteigerungsmittel, Mittel zur Zügelung des Appetits, Haarwuchsmittel und eben auch Raucherentwöhnungsmittel, wie z.B. Nicotinell.

Allerdings gibt es auch hier eine Ausnahme von diesem Grundsatz: Sind entsprechende Medikamente zur Behandlung einer akut lebensbedrohlichen Situation notwendig, dann sind die Kosten von den gesetzlichen Krankenkassen zu übernehmen.